Könnt ihr euch vorstellen, dass in unserem alltäglichen Essen oft Insekten verarbeitet sind?
Karmin beispielsweise besteht aus Läusen. Genau genommen besteht es aus Karminsäure, die in den Läusen zu finden ist. Für ein Kilogramm Karmin braucht man rund 100.000 Läuse. Es ist ein Lebensmittelzusatzstoff, der zum Einfärben von Lebensmitteln benutzt wird. Dadurch werden die Lebensmittel rot. Auch in rotem Lippenstift ist oft Karmin enthalten. Karmin ist roh giftig und kann zu schweren allergischen Reaktionen führen, wie z.B. Atembeschwerden. In verarbeiteter Form in Lebensmitteln ist es aber eigentlich harmlos, wie es sich bei einigen Tierversuchen herausstellte.
Die Läuse, die für die Zubereitung des Karmins benötigt werden, sind die in Süd- und Mittelamerika vorkommenden Cochenille- Läuse, die auf Kakteen leben. Die weiblichen Läuse werden getrocknet und gemahlen. Anschließend werden sie ausgekocht.
Es gibt auch andere Insekten, wie z.B. Mehlwürmer, die Europäische Wanderheuschrecke und die Hausgrille, die in Backwaren, Nudeln und Fleischersatzprodukten zugesetzt werden dürfen. Mehr Infos dazu findet ihr im Artikel „Insekten als Nahrung“.
Wie könnt ihr nun erkennen, worin Insekten verarbeitet sind? Enthält ein verpacktes Lebensmittel Speiseinsekten als Zutat, muss es auf der Zutatenliste stehen. Meistens steht dort der lateinische Name, wie beispielsweise statt Grille/Heimchen „Acheta domesticus“.
Text und Bild: Antonia Thum (7b)
