Langjähriger Tradition folgend fahren die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen von Sonntag früh bis Freitag nachts 5 Tage zum Skikurs nach Mayrhofen im Zillertal. Dort sind wir seit Jahren glückliche Gäste im „Gschößwandhaus“, das mitten im Skigebiet auf ca. 1800 m Höhe liegt.

Nach der Verabschiedung der Eltern am frühen Sonntag Morgen wird nach ungefähr 6 Stunden unser Ziel erreicht. Mit Hilfe der neuen und modernen Penkenbahn staunen die Skianfänger schon nach wenigen Minuten über die schneebedeckten Hänge und marschieren erwartungsvoll die letzten Meter zu unserer Unterkunft. Nach kurzem Verschnaufen wird das Material besorgt und auch schon gleich geübt. So können alle Schülerinnen und Schüler schon am Ende des ersten Tages die Skischuhe richtig anziehen, die meisten den Hügel aufsteigen und einige auch wieder mit einem leichten Bogen abbremsen.

Neben der intensiven sportlichen Betätigung sollen die Schülerinnen und Schüler Fähigkeiten und Fertigkeiten im Skilauf erwerben und verbessern, dabei aber auch die Natur schützen und schätzen, sowie Gefahren im Schnee erkennen und meiden lernen. Der pädagogische Wert einer solchen Veranstaltung liegt zusätzlich in der Erziehung in einer größeren Gemeinschaft außerhalb der Familie. Das Zusammenleben mit Mitschülern und Lehrern in fremder Umgebung bringt neue Lebenserfahrungen und Einsichten. Neben der Freude am fröhlichen Gemeinschaftsleben ist die Übernahme von Pflichten und Verantwortung bei allen Aktivitäten sowohl in der Unterkunft als auch auf der Piste zu üben.

Dabei sorgen urige Hüttenatmosphäre und enger Kontakt zum Schnee auch außerhalb der regulären Skikurszeiten für einmalige Eindrücke. Für unser aller Wohlergehen sorgen zusätzlich unsere „Herbergseltern“ Christa und Gerhard, die sich trotz tagtäglichem Restaurantbetrieb zur Mittagszeit immer ein offenes Ohr sowohl für Lehrerinnen und Lehrer als auch für Schülerinnen und Schüler haben. Dank des Zweckverbandes und der Schulleitung haben wir weiterhin seit Jahren das große Glück, dass immer ein Lehrer mehr an Bord ist als gesetzlich vorgeschrieben. So konnte durch diese personelle Aufstockung gewährleistet werden, dass der Schlüssel von 12 Schülern pro Begleitperson aufrechterhalten werden kann, auch wenn eine Lehrkraft im Haus zur Betreuung kranker oder verletzter Schüler abgestellt werden muss. Dieser Umstand kommt den Schülerinnen und Schülern im Normalbetrieb dahingehend entgegen, dass kleinere Gruppen geschaffen werden können, womit gezielt die schwächeren Kinder gefördert und motiviert werden können.

Damit die Eltern wissen, was Ihr Kind in der Woche alles erlebt, wird seit ein paar Jahren ein Online-Tagebuch geführt, das die Kinder für ihre Eltern erstellen, damit sie nicht so großes Heimweh plagt.