Was haben matschige Schuhe, fliegende Bohnensamen und kunstvolle Blätter-Fabelwesen gemeinsam? Richtig: Das Wahlfach Ökologie!  Hier wird nicht nur über Natur gesprochen – Hier wird sie gelebt, bestaunt, bepflanzt und manchmal auch… gegessen – Natürlich nur die pflanzlichen Teile, keine Sorge!

Im Herbst verwandelten sich unsere motivierten Nachwuchsökologen der 5. und 6. Jahrgangsstufe in waschechte Blatt-Detektive. Sie jagten durch das Schulbiotop, auf der Suche nach Ahorn, Erle, Hasel und Co. und sammelten fleißig bunte Blätter.
Nach fachkundiger Bestimmung wurden aus diesen Kunstwerke, bei denen selbst Picasso neidisch geworden wäre: Eulen, Igel, Kamele, alles aus Laub und das ganz ohne Kleber im Haar, meistens zumindest.

Im Frühling ging’s dann ans Gärtnern. Oder besser: Ans Ansäen. In liebevoller Kleinarbeit wurden Beete vorbereitet, zarte Pflänzchen im Gewächshaus vorgezogen, pikiert und schließlich eingepflanzt. Neben Kräutern, Zucchini, Mangold, und anderem Gemüsesorten pflanzten wir auch Blumen für unsere Schulbienen.

Dabei zeigte sich: Gärtnern ist nichts für schwache Nerven. Schnecken, Trockenheit und der eine oder andere „versehentliche“ Tritt aufs Beet forderten Durchhaltevermögen.

Besonders cool: Wir haben ein Hochbeet gebaut!  Mit Schrauben, Paletten und in Teamarbeit (und dies ohne größere Verletzungen)!

Fazit: Das Wahlfach Ökologie ist nichts für Stubenhocker, aber genau das Richtige für alle, die gerne draußen sind, keine Angst vor Regenwürmern haben und wissen wollen, wo die Sonnenblume eigentlich herkommt. Und mal ehrlich: Wo sonst kann man lernen, wie man Pflanzen großzieht und gleichzeitig, wie gut selbstgezogenes Gemüse schmecken kann?

Und vielleicht ist sogar der eine oder andere Hobby-Gärtner geboren worden!

Text: Ralf Förster

Bilder: Ralf Förster