Der Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium ist ein großer Schritt, der gut vorbereitet sein will. Um die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe dabei zu unterstützen, fand kürzlich der zweite BUS-Tag am Gymnasium Wiesentheid statt. Dieser „Selbsterkundungstag“ bot ein abwechslungsreiches Programm, das von allgemeinen Informationen über Studium und Ausbildung bis hin zu ganz persönlichen Einblicken in verschiedene Berufsfelder reichte. Ziel war es, den Jugendlichen eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben und die vielen Möglichkeiten nach dem Abitur greifbarer zu machen.

Zu Beginn der Veranstaltung gab der Berufsberater Mark Meerstedt einen Überblick über die verschiedenen Wege nach dem Schulabschluss. Er erklärte nicht nur die Unterschiede zwischen einem klassischen Studium und einer Ausbildung, sondern ging auch auf das duale Studium ein. Ein wichtiger Punkt waren dabei die Bewerbungsfristen. Den Schülern wurde verdeutlicht, dass eine rechtzeitige Planung hilft, unnötigen Stress kurz vor dem Abitur zu vermeiden. Wer sich frühzeitig informiert, behält den Kopf frei für die anstehenden Prüfungen und kann fundierte Entscheidungen treffen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag an diesem Tag auf dem sozialen und pädagogischen Bereich. Insgesamt fünf Lehramtsbotschafter von verschiedenen Schulen besuchten das Gymnasium, um aus ihrem Alltag zu berichten. Da die Vorstellungen in Kleingruppen stattfanden, entstand ein persönlicher Rahmen, in dem die Jugendlichen direkt ihre Fragen stellen konnten. So bekamen sie ein realistisches Bild davon, was es bedeutet, heute als Lehrkraft zu arbeiten. Ergänzt wurde dieses Angebot durch Rebecca Ehrensberger, die den Bundesfreiwilligendienst vorstellte. Ein solches „Überbrückungsjahr“ ist für viele eine gute Option, um nach der Schule erst einmal praktische Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Neben den Gesprächen mit Experten ging es auch um die eigenen Fähigkeiten. Ein beispielhaft durchgeführter Eignungstest für das Psychologie-Studium zeigte den Teilnehmern, wie anspruchsvoll die Auswahlverfahren für bestimmte Studiengänge sein können. Das Ziel war hierbei nicht, Panik zu verbreiten, sondern zu zeigen, dass man sich auf solche Hürden gut vorbereiten kann.

Parallel dazu arbeiten die Schüler mit einem digitalen Selbstlernkurs. Dabei standen die eigenen Stärken, Schwächen und Interessen im Mittelpunkt. Diese Selbstreflexion hilft dabei, die riesige Auswahl an Berufen und Studiengängen auf das einzugrenzen, was wirklich zur eigenen Persönlichkeit passt.

Der BUS-Tag hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit der Zeit nach dem Abitur zu beschäftigen. Durch die Mischung aus fachlicher Beratung und dem Austausch mit Menschen aus der Praxis haben die Schüler wertvolle Impulse für ihre eigene Planung erhalten. Auch wenn das Abitur noch ein wenig Zeit bietet, ist der Grundstein für einen erfolgreichen Start in die Zukunft nun gelegt.

Text: Christian Schwerdtfeger

Bilder: Ben Renner und Christian Schwerdtfeger