Der Frühling ist für unsere Schulimkerei die spannendste Zeit des Jahres – und auch diesmal war wieder einiges los am Bienenstand unserer Schule.
Die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses „Schulimkerei“ haben in den vergangenen Wochen tatkräftig mit angepackt und wichtige Arbeiten am Bienenvolk übernommen. Eine der ersten Aufgaben bestand darin, sogenannte Mittelwände in die Rähmchen einzulöten. Diese Wachsplatten dienen den Bienen als Bauhilfe, damit sie ihre Waben gleichmäßig und stabil errichten können. Mit viel Fingerspitzengefühl und Konzentration haben die Schülerinnen und Schüler diese Arbeit gemeistert und dabei einen direkten Einblick in die Vorbereitung eines funktionierenden Bienenstocks erhalten.
Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Blütenvielfalt nahm auch die Aktivität unserer Bienen deutlich zu. Das Volk ist gewachsen, und die vorhandenen Waben reichten bald nicht mehr aus. Deshalb wurde ein zweiter Honigraum aufgesetzt. Dieser zusätzliche Raum gibt den Bienen mehr Platz, um Nektar einzutragen und zu Honig zu verarbeiten – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur ersten Honigernte des Jahres.
Doch mit dem Wachstum steigt auch die Verantwortung: In dieser Jahreszeit müssen die Bienenvölker jede Woche sorgfältig kontrolliert werden. Dabei achten die Schülerinnen und Schüler besonders auf Anzeichen von Schwarmtrieb. Wenn ein Volk zu groß wird, kann es passieren, dass ein Teil der Bienen mit der Königin ausschwärmt, um ein neues Zuhause zu suchen. Durch regelmäßige Durchsichten lernen die Teilnehmenden nicht nur viel über das Verhalten der Bienen, sondern tragen auch aktiv dazu bei, dass das Volk gesund und stabil bleibt.
Nun heißt es vor allem beobachten und abwarten – die erste Honigernte des Jahres steht schon bald bevor.
Text: Karolina König
Bilder: Karolina König


