Jeder kennt es:

Streit, schlechte Noten oder auch einfach Stress –

doch manche Menschen lassen sich scheinbar nie davon unterkriegen

und machen einfach weiter.

Was ist Resilienz:

Besitzt eine Person eine sehr starke psychische Widerstandsfähigkeit, schwierige Situationen wie Krisen, Stress oder traumatische Erlebnisse ohne dauerhafte Beeinträchtigungen zu verarbeiten und genauso weiter zu machen wie zuvor, ist sie resilient.

Die Resilienz wird auch als „Immunsystem der Seele“ oder „Stehaufmännchen-Mentalität“ bezeichnet. Diese Stärke ist nicht angeboren, sondern muss man erlernen.

Woher kommt das Wort Resilienz:

Das Wort Resilienz kommt ursprünglich aus dem Lateinischen „resilire“, was auf deutsch „zurückkommen“, „abprallen“ oder „nicht anhaften“ bedeutet.

Wie stärkt man seine Resilienz:

Folgende Faktoren können die Resilienz stärken, hierbei kann man besonders auf die sogenannten sieben Säulen der Resilienz achten:

  • Optimismus
  • Soziale Unterstützung
  • Lösungsorientierung
  • Selbstwirksamkeit
  • Akzeptanz
  • Verantwortung übernehmen
  • Zukunftsplanung

Warum ist Resilienz wichtig:

Resilienz schützt vor psychischer Erschöpfung und hilft dabei, schwierige Situationen zu bewältigen. Mit ihr kann man Stress bewältigen und somit besser mit beruflichem oder privatem Druck umgehen. Außerdem stärk man die Krisenresistenz, da man sich durch die Resilienz schneller von Rückschlägen oder Schicksalsschlägen erholt. Auch der Schutz vor psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Burnout oder Depressionen, erhöht sich, da sich die mentale Gesundheit verbessert. Durch die Resilienz kann man auch lösungsorientierter arbeiten, da man sich dadurch auf die Möglichkeiten und nicht auf die Probleme fokussiert, so verfolgt man Ziele aktiv weiter.

Ursachen von Stress und Krisen:

Häufige Ursachen für Stress sind soziale Faktoren, wie zum Beispiel Konflikte oder Beziehungsprobleme. Außerdem ist auch Zeitdruck ausschlaggebend sowie Druck und Überforderung in der Schule, Beruf oder Familie. Heutzutage sind natürlich auch globale Krisen und die oft negative mediale Berichterstattung mögliche Auslöser. 

Umgang mit Stress:

Stress und der Umgang mit ihm basiert auf drei großen Säulen, dem Stressauslöser, der mentalen Einstellung und dem aktiven Stressabbau.

Möchte man nun Stress schnell und aktiv abbauen, so kann man beispielsweise verschiedene Atemtechniken anwendenden, wobei man 4 Sekunden durch die Nase einatmet, anschließend 7 Sekunden den Atem anhält und schlussendlich 8 Sekunden langsam durch den Mund ausatmet.

Zudem besteht die Möglichkeit, die Schultern zu lockern, tief durchzuatmen und die Hände und Arme auszuschütteln.

Gewohnheiten für mehr Stärke und positives Denken:

Mentale Stärke und positives Denken sind die Voraussetzungen für Resilienz. Tägliche Gewohnheiten wie Dankbarkeitsübungen, die gezielte Einstellung, sich nicht immer zu kritisieren, Akzeptanz unvermeidbarer Situationen und bewusster Medienkonsum helfen dabei, das Gehirn umzuprogrammieren und den Fokus auf Lösungen zu lenken.

Wichtig ist es allerdings, dies so gut wie möglich durchgehend umzusetzen, um das positive Denken und die mentale Stärke langfristig zu verbessern.

Social Media und psychische Gesundheit:

Social-Media-Konsum und psychische sowie soziale Gesundheit können sich gegenseitig beeinflussen, da die sozialen Medien sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen.

Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube oder auch WhatsApp können durchaus nützlich sein, um soziale Kontakte zu halten, während sich auch auch viele Risiken für die mentale Stabilität bergen. Viel zu Oft vergleichen sich Nutzer mit den Influencern, welche ein scheinbar perfektes Leben führen, dies führt zu Unzufriedenheit und einem verzerrten Körperbild. Viele entwickeln auch eine sogenannte FOMO (fear of missing out). Die Angst, etwas zu verpassen, steigert sich, was zu einer übermäßigen Bildschirmzeit und einem Gefühl des Zwangs zur ständigen Erreichbarkeit führt. Außerdem machen Likes und Kommentare wegen der Abhängigkeit von externer Bestätigung süchtig. Besonders heftige Reaktionen können auch durch brutale Gewaltdarstellungen oder Cybergrooming ausgelöst werden (siehe dazu unseren Artikel zu Gefahren von Snapchat).

Dies kann man wieder regulieren, indem man Ddgitale Pausen einführt, denn bereits 30 Minuten weniger Bildschirmzeit können die soziale und psychische Gesundheit verbessern.

Text: Sofie Renz