Im Rahmen der letzten Physikstunden des Schuljahres 2024/2025 haben wir, die Klasse 11b, ein Planspiel zum Thema Energieversorgung umgesetzt. Bei diesem Planspiel ging es um die Diskussion über die Errichtung eines Windparks. Es wurde eine außerordentliche Bürgerversammlung in einem kleinen fiktiven Ort namens Bad Hohenberg simuliert.
Unter der Leitung unserer Moderatoren Leopold, Mark und Sophie diskutierten wir in den Rollen repräsentativer Gruppen. Der Gemeinderat und die ansässigen Landwirte setzten sich für das Projekt ein. Die Bürgerinitiative „Gegenwind“ und der Naturschutzverein sahen das Projekt kritisch.
Mithilfe der Moderatoren waren schließlich alle Gruppen kompromissbereit. Es wurde unter anderem beschlossen, dass die geplante Fläche des Windparks um 30 % gekürzt wird. Zudem sollte die abzutretende Fläche des Naturschutzparks an anderer Stelle angesetzt werden, damit der Lebensraum der Tiere erhalten bleibt.
Die Schülerinnen und Schüler, die in die Rolle des Beobachters geschlüpft sind, gaben im Anschluss ein Feedback.
Das Diskutieren im Rahmen des Physikunterrichts hat uns allen gezeigt, dass es auch Spaß machen kann über unüblichere, aber dennoch wichtige Thematiken zu sprechen und Problematiken dazu herauszuarbeiten und sich darauf vorzubereiten.
Text und Foto: Leonie Richter, Golsasadat Andarzinia
Ziele des Planspiels:
Die Schülerinnen und Schüler
- bekommen einen Überblick über die Positionen und Argumentationen um die Errichtung lokaler Windparks,
- lernen mögliche Lösungswege aufzuzeigen, entwickeln ein Verständnis, wer von solchen Projekten betroffen ist, warum welche Positionen vertreten werden, wie die unterschiedlichen Faktoren zusammenhängen und sich bedingen,
- schulen sich durch die inhaltliche Ebene im Verständnis für Zusammenhänge,
- erlernen durch die Methodik des Planspiels die Teamfähigkeit und
- reflektieren das Planspiel an sich als auch die beiden zentralen Kompetenzen in einer Selbst- und Fremdeinschätzung.