Wie sieht eine Honigbiene eigentlich ganz genau aus? Welche Aufgaben haben ihre Körperteile und warum sind sie so perfekt an ihr Leben angepasst? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse im Biologieunterricht, als das Thema Wirbellose Tiere auf dem Lehrplan stand.
Doch anstatt den Aufbau der Honigbiene nur anhand von Bildern oder Modellen kennenzulernen, konnten wir das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen. Ein besonderer Vorteil unserer Schule ist, dass sich auf dem Schulgelände zwei Bienenvölker befinden. So hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten und den theoretischen Unterricht mit echten Anschauungsobjekten zu verbinden.
Unterstützt wurde das Projekt vom Wahlkurs „Schulimkerei“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten vor den Bienenstöcken vorsichtig Bienen ein, die bereits ihr natürliches Lebensende erreicht hatten. Honigbienen leben als Arbeiterinnen während der Sommermonate lediglich etwa 40 Tage. Alte oder verstorbene Bienen werden von ihren Artgenossinnen aus dem Stock getragen, sodass für diese Untersuchung keine lebenden Tiere verwendet werden mussten.
Im anschließenden Praxisteil untersuchten die Schülerinnen und Schüler den Körperbau der Honigbiene ganz genau. Mit Pinzetten und Lupen betrachteten sie unter anderem Kopf, Brust und Hinterleib sowie die Fühler, Flügel, Beine und den Saugrüssel. Viele Merkmale, die zuvor im Unterricht besprochen worden waren, konnten nun direkt am Tier erkannt und nachvollzogen werden.
Diese besondere Unterrichtseinheit zeigte eindrucksvoll, wie spannend Biologie sein kann, wenn Theorie und Praxis miteinander verbunden werden. Die Arbeit mit den schuleigenen Bienenvölkern ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur einen faszinierenden Einblick in den Aufbau der Honigbiene, sondern stärkte auch das Verständnis für die wichtige Rolle dieser kleinen Bestäuber in unserer Natur.
Text: Karolina König
Bilder: Karolina König

