Magersucht, der Fachbegriff lautet Anorexie, ist eine ernsthafte Essstörung, die durch die Angst vor der Gewichtszunahme und einem anderem Selbstbild gekennzeichnet ist. Betroffene Menschen haben meistens eine ungesunde Wahrnehmung von Nahrung und ihrem Körper. Dies führt zu schweren gesundheitlichen Problemen.
Ursachen und Symptome:
Es ist bewiesen, dass die Anfälligkeit für Magersucht vererbt sein kann. Allerdings gibt es keine klare Ursache. Magersucht kann durch eine Kombination von biologischen, psychologischen und sozialen Einflüssen ausgelöst werden.
Zu den Symptomen gehören:
- Starke Angst vor dem Zunehmen
- Verzerrte Körperwahrnehmung
- Strenge Diät oder Fasten
- Übermäßige körperliche Aktivität
- Gewichtsverlust und Unterernährung
- Ständige Müdigkeit
- Ständiges frieren
Folgen:
Magersucht kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, wie z.B.:
- Unterernährung und Vitaminmangel
- Herzprobleme und Kreislaufschwäche
- Osteoporose und Knochenbrüche
- Depressionen und Angstzustände
- Einbildungen
Behandlung und Therapie:
Die Behandlung von Magersucht erfordert eine umfassende Therapie, die sowohl psychische als auch körperliche Gründe der Krankheit berücksichtigt. Dabei werden auch die Bedürfnisse und Wünsche der betroffenen Person soweit wie möglich beachtet.
Zu den Therapiemöglichkeiten gehören:
- Psychotherapie (Kognitive Verhaltensmöglichkeiten (KVT), Gesprächstherapie)
- Familientherapie
- Ernährungsberatung
- Medikamentöse Behandlung (Psychopharmaka)
- Kreative Therapien (Kunsttherapie, Musiktherapie)
- Bewegungstherapien (Sporttherapie, Ergotherapie)
- Elektroheilkrampftherapie (ETK)
Wenn Du jemanden kennst, der vielleicht ein gestörtes Verhältnis zum Essen hat oder selbst betroffen bist, gibt es verschiedene Anlaufstellen, um Hilfe zu bekommen, wie z.B. das Beratungstelefon vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) (0221 892031 montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr) oder auch auf deren Internetseite unter https://essstoerungen.bioeg.de.
Text und Titelbild: Sofie Renz (8b)
