Trotz Wochenende war der vierte Tag der Studienfahrt der Q11 mit Programmpunkten gefüllt: Der Tagesausflug nach Bratislava stand an. Von Wien aus brachte uns morgens ein Zug direkt in die slowakische Hauptstadt an der Donau. Dort angekommen hatten wir zunächst einige Zeit zur freien Verfügung, um uns in Bratislava umzusehen und erste Eindrücke zu sammeln. Die Stadt ist mit ihren nur etwa 400.000 Einwohnern ein ganzes Stück kleiner als Wien (mit 1,9 Millionen Einwohnern) und stellte daher ein willkommenes Kontrastprogramm zur Millionenstadt dar.
Anschließend stand eine Stadtführung mit Ina an, die uns zunächst einen geschichtlichen Überblick gab und uns dann zur Burg von Bratislava führte, von deren Terrasse man einen wunderbaren Ausblick auf die Donau hat, die die Stadt in der Mitte teilt, und den „Betondschungel“ auf der gegenüberliegenden Uferseite. Ina hatte zu jeder der Brücken über den Fluss eine Geschichte parat, genauso wie zu den verschiedenen Stadtteilen und Sehenswürdigkeiten, die wir als nächstes besichtigten. Unter anderem gab es das alte und neue Rathaus, das Nationaltheater, mehrere Kirchen und einen Trinkbrunnen zu sehen. Das Besondere an diesem ist, dass dort als Erinnerung an die Krönungszeremonien der Habsburger zweimal im Jahr gratis Wein ausgeschenkt wird. Unsere Stadtführerin ging auch auf die Bedeutung der Deutschen in der slowakischen Geschichte und das Schicksal der Juden dort ein und erklärte, dass man in Bratislava meist drei Sprachen spricht: Slowakisch, Ungarisch und Deutsch. Am Ende der zweieinhalbstündigen Führung waren wir zwar erschöpft, aber auch bestens informiert über Bratislava, das auf Deutsch auch Pressburg genannt wird.
Um uns auszuruhen, hatten wir danach nochmals Freizeit, die wir für einen Einkaufsbummel oder ein Eis in der gemütlichen Innenstadt nutzten. Abends teilten wir uns nochmals auf: Herr Godron führte eine Gruppe in einen slowakischen Pub, wo es landestypische Spezialitäten zu essen und zu trinken gab, während der andere Teil der Klasse an der Donau Picknick machte. Den Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildete die Zugfahrt zurück nach Wien.
Text: Lenia Happel
Bilder: Melissa Streit