Es war ein Tag voller Emotionen, Stolz und leuchtender Augen: Am Freitag, den 26. Juni, verabschiedete unser Gymnasium feierlich seinen ersten G9-Jahrgang. Den Anfang machte ein stimmungsvoller, ökumenischer Gottesdienst in der Wiesentheider St. Mauritius Kirche. Musik, Besinnung und persönliche Worte bereiteten den Rahmen für das, was an diesem besonderen Tag noch folgen sollte: das große Feiern und Loslassen. Im Anschluss fand die feierliche Zeugnisverleihung in der festlich vom Abiturjahrgang geschmückten Steigerwaldhalle statt. Schulleiter Achim Höfle, Bürgermeister Klaus Köhler sowie Oberstufenkoordinatorin Eva Burkard und Elternbeiratsvorsitzender Andreas Liebald überreichten die wohlverdienten Abiturzeugnisse – ein Moment, auf den viele lange hingearbeitet hatten.
Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Köhler, der die jungen Erwachsenen daran erinnerte, dass ihnen nun alle Wege offenstehen – und sie diesen Moment feiern dürfen. Auch der Elternbeiratsvorsitzende Andreas Liebald würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler und betonte, dass dies ein besonderer Jahrgang sei, der sich auch durch sein außergewöhnliches Engagement für die Gemeinschaft auszeichnet: So ist u.a. eine Abiturientin Gemeinderätin und drei Abiturientinnen haben 2026 den Jugendehrenamtspreis der Gemeinde Wiesentheid erhalten. In diesem Zusammenhang forderte er den Abiturjahrgang auf, sich auch in Zukunft in und für die Gesellschaft zu engagieren gemäß John F. Kennedys Motto „Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?“ Ein Schlüsselband mit diesem Motto erhielten alle Abiturientinnen und Abiturienten von ihm bei der Zeugnisvergabe.
Anschließend hob Internatsleiter Mathias von Borany in seiner Rede die Fähigkeit der Jugendlichen hervor, den Wandel und die Herausforderungen der heutigen Zeit anzunehmen und die daraus entstehenden Chancen und Möglichkeiten zu nutzen. Auch er verwies auf die besondere Bereitschaft der Jugendlichen, sich gegenseitig zu unterstützen und bedankte sich für das dem Internat entgegengebrachte Vertrauen. Im Namen der Internatsschülerinnen und Internatsschüler sprach Jonas Stengel. Er blickte auf eine intensive, bereichernde Zeit zurück und schilderte, wie sehr er die Gemeinschaft und die unvergesslichen Momente im Internat zu schätzen weiß.
In der darauffolgenden Abiturrede bedankte sich Schulleiter Achim Höfle ausdrücklich bei allen, die diese feierliche Veranstaltung ermöglicht haben und zeigte sich nicht nur von den Leistungen der Abiturientinnen und Abiturienten sehr beeindruckt, sondern auch von ihrem schulischen und außerschulischen Engagement. Für ihn stehe dieser Abiturjahrgang für Gemeinschaft, soziale Kompetenz und Empathie, Werte, die sie u.a. in der Zusammenarbeit mit ihm gezeigt haben und die ihnen auch in ihrer (beruflichen) Zukunft von Nutzen sein werden. Oberstufensprecher Felix Müller sprach im Namen seines Abiturjahrgangs ebenfalls zu den Anwesenden und bedankte sich u.a. bei der Schulleitung für die Unterstützung. In seiner humorvollen Rede hob er hervor, dass es keinen Lehrermangel gäbe, wenn an allen Schulen, nach dem Abitur, so viele Schülerinnen und Schüler ein Lehramtsstudium anstreben würden, wie es bei diesem Jahrgang der Fall sei.
Abschließend sprach Oberstufenkoordinatorin Eva Burkard zu den 57 Abiturientinnen und Abiturienten, die für sie die Pioniere des bayerischen G9 sind. Sie sind die ersten, die das Abitur im G9 abgelegt haben und dazu noch ein außerordentlich guter Jahrgang. Alle haben das Abitur bestanden, 35 Prozent von ihnen haben eine eins vor dem Komma und eine Schülerin hat sogar die Traumnote von 1,0 erreicht. Alles Leistungen, die höchste Anerkennung verdienen. Als Vorreiterinnen und Vorreiter haben sie vorbildliches Verhalten gezeigt und hinterlassen nicht nur Spuren, sondern auch Lücken, denn sie haben die LSH-Schulgemeinschaft auf vielfältige Weise über viele Jahren hinweg mit ihrem Engagement bereichert, sei es im fachlichen oder im kulturellen Bereich.
Nach der Vergabe der Abiturzeugnisse erfolgte noch das Überreichen von Sonderpreisen für außergewöhnliche Leistungen im Abitur. Danach entließ Achim Höfle die Abiturientinnen und Abiturienten. Nach dem Essen standen noch einige Überraschungen auf dem Programm: So hatten die Abiturientinnen und Abiturienten einen Film erstellt, in dem u.a. ihre kreativen Verkleidungen in der Mottowoche gezeigt wurden. Darüber hinaus gab eine Gruppe von ihnen einstudierte Lieder zum Besten, während eine weitere einen Tanz vorführte. Beides begeisterte das Publikum. Danach folgte eine Danksagung des Abiturjahrgangs mit Geschenken für Lehrkräfte, die sie besonders unterstützten. Insgesamt haben die Mitglieder des Organisationsteams ihr Ziel für die Abiturfeier erreicht: Es war ein unvergesslicher Abend für unsere LSH-Schulfamilie.
Text: Eva Burkard
Bilder: Johannes Jungkunst