Auch in diesem Jahr begeisterte das Musiktheater auf der Freilichtbühne unserer Schule mit dem Stück „Zweibürgen“. Insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler, von der 5. bis 12. Jahrgangsstufe, aus der Musiktheatergruppe und -band stellten das Stück unter der Leitung von Evi und Gerd Semle auf die Beine. Organisatorisch wurden sie zum einen vom fachkundigen Personal des P-Seminars Musiktheater der elften Jahrgangsstufe unterstützt und zum anderen von den Musikklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe sowie der Licht- und Tontechnik.

Das Musiktheater spielt im idyllischen Ort Zweibürgen, der zwischen zwei ehemaligen Ritterburgen liegt. Dort befinden sich die Internate „Elyseum 1“ und „Artemision“, die gegensätzliche Schulkonzepte verfolgen. Obwohl die Schulleitungen jede Zusammenarbeit ablehnen, treffen sich die Schülerinnen und Schüler heimlich. Ihr beliebter Treffpunkt ist „Inges Fressbude“ am Bahnhof. Als an beiden Schulen mysteriöse Dinge geschehen und die zwei Lieblingslehrkräfte verschwinden, wächst die Unruhe. Gemeinsam versuchen die Jugendlichen, das geheimnisvolle Verschwinden aufzuklären.

Auch dieses Mal hat Evi Semle die Rollen und den selbst geschriebenen Text wieder perfekt auf die Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Darüber hinaus gab es großartige, eingängige Musik und hervorragend choreografierten Tanz! Gerd Semle, der für die musikalische Leitung verantwortlich war, hatte die Musik eigens für das Musical komponiert, während Evi Semle sowohl die Regie als auch die Gesamtleitung innehatte. Sie schaffte es gekonnt, auch Bezüge zu aktuellen Themen wie z.B. Umweltschutz sowie Mülltrennung auf humor- und unterhaltsame Art in die Geschichte einfließen zu lassen. Die zwei abendlichen Open Air Aufführungen fanden im bis auf den letzten Platz besetzten Pausenhof statt und waren ein riesiger Erfolg. Sie endeten mit langanhaltendem Applaus, nicht nur für die im Rampenlicht Stehenden, sondern auch für die Verantwortlichen und die hinter den Kulissen Tätigen. Für alle Anwesenden waren es zwei unvergessliche Abende mit Melodien, die noch lange nachklangen.

Text: Eva Burkard

Bilder: Xuyang Zhu