Der Weg zum passenden Studium oder dem idealen Ausbildungsplatz führt oft über das persönliche Gespräch. Um den Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe genau diese Chance zu bieten, besuchte das Gymnasium Wiesentheid auch in diesem Jahr wieder die Fachmesse „Vocatium“ in Würzburg. Diese Veranstaltung hat sich fest im Kalender der Berufs- und Studienorientierung etabliert, da sie weit über den Charakter einer klassischen Informationsmesse hinausgeht und den direkten, verbindlichen Austausch mit Unternehmen und Hochschulen in den Mittelpunkt stellt.
Die Vorbereitung auf diesen Messetag begann bereits Wochen zuvor im Klassenzimmer. Ein Team der Messeveranstalter besuchte das Gymnasium persönlich, um den Jugendlichen das Konzept zu erläutern und sie auf den Tag einzustimmen. Anhand eines umfangreichen Messehandbuchs konnten die Schüler im Vorfeld aus einer Vielzahl von Ausstellern genau die Institutionen auswählen, die zu ihren individuellen Interessen und Zielen passen. Das Besondere an der Vocatium ist, dass auf Basis dieser Wünsche feste Gesprächstermine vereinbart werden. So starteten die Schüler nicht planlos in den Messetag, sondern mit einem strukturierten Zeitplan und konkreten Ansprechpartnern im Gepäck.
Die festen Termine nehmen die oft typische Hemmschwelle, die beim ersten Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern oder Studienberatern besteht. Da sich beide Seiten auf das Gespräch vorbereitet hatten, entstand sofort eine ernsthafte und zugleich wertschätzende Gesprächsatmosphäre. Die Jugendlichen konnten gezielt Fragen zu Studieninhalten, Bewerbungsverfahren oder Karrierechancen stellen und erhielten fundierte Antworten aus erster Hand. Diese direkte Interaktion fördert nicht nur die Informationsgewinnung, sondern stärkt auch die kommunikative Kompetenz der angehenden Abiturienten in einem professionellen Umfeld.
Abseits der festen Termine bot die Messe zudem genügend Raum für spontane Entdeckungen. Die Schüler nutzten die Zeit, um sich an den zahlreichen Ständen inspirieren zu lassen, an kleinen Aktionen teilzunehmen oder in lockerer Runde mit Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Auch die eine oder andere Aufmerksamkeit in Form von „Werbegeschenken“ sorgte für eine positive Grundstimmung und lockerte den intensiven Messetag auf. Der Besuch der Vocatium hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig der Blick über den schulischen Tellerrand ist, um die eigenen Zukunftspläne zu konkretisieren.
Text: Christian Schwerdtfeger
Bilder: Christian Schwerdtfeger, Lilly Wagner, Lara Keckstein und Rusel Kälij



